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Hausmittel gegen Rheumaschmerzen

Was hilft gegen Rheumaschmerzen?

Rheumaschmerzen sind sehr unangenehm. Sie lähmen die Tatkraft und verringern die Lebensfreude. Jede Bewegung wird zur Qual. Rheumaschmerzen treten vor allem an entzündeten Gelenken auf, diese sind auch häufig gerötet oder geschwollen. Die Schmerzen können aber auch in Muskeln oder im Bindegewebe entstehen. Sogar innere Organe können betroffen sein.

In den meisten Fällen sind solche Schmerzen Anzeichen für eine Störung des Immunsystems. Der Körper greift infolgedessen eigene Strukturen an, zum Beispiel die Gelenkinnenhaut bei der rheumatischen Arthritis. Daraus entstehen dann die Entzündungen und Schmerzen. In akuten Fällen kommen häufig starke Schmerzmittel, oder auch spezielle Therapieformen, wie die Thermotherapie, zum Einsatz, um die Schmerzen zu lindern. Es gibt aber auch einige Hausmittel, die sich über lange Jahre bewährt haben und denen man einen positiven Einfluss bei rheumatischen Schmerzen zuschreibt. Im folgenden Abschnitt sind die bekanntesten aufgeführt.

Hausmittel gegen Rheumaschmerzen

Petersilie

Die in der Küche zum Würzen beliebte Petersilie hilft besonders gut gegen Rheumabeschwerden. Die Petersilie enthält Inhaltsstoffe, welche das Enzym Superociddismutase aktivieren. Dieses Enzym wirkt aktiv gegen die Rheumazellen und hilft dem Körper zu entgiften. Eine tägliche Zufuhr von Petersilie kann daher nachweislich Rheumabeschwerden verringern. Allerdings sollte die Dosis nicht zu hoch sein, sonst können Herzrhythmusstörungen auftreten. Die besten Ergebnisse hat die Petersilie als Tee erzielt. Als Anwendung wird empfohlen, ein bis zwei Teelöffel Petersiliensamen oder klein geschnittene Wurzeln mit in einer Tasse kochendem Wasser aufzugießen. Den Sud zehn Minuten stehen lassen und dann langsam trinken. 1 bis 3 Tassen am Tag sind bekömmlich.

Teufelskralle

Diese Heilpflanze hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann die Rheumaschmerzen deshalb lindern. Kapseln oder Tabletten eignen sich hier aber besser, weil die Inhaltsstoffe im Tee eher gering sind und der Tee bei hoher Wirkstoffkonzentration zu bitter schmeckt. Der Tee ist dagegen bei Verdauungsbeschwerden zu empfehlen.

Cayenne

Cayenne stellt einen wichtigen Bestandteil der schmerzlindernden Capsaicin-Pflaster dar. Bei der Anwendung sollte man beachten, die Pflaster nur einmal pro Tag und nicht länger als drei Wochen anzuwenden.

Mädesüß-Tee

Der Tee überzeugt durch eine entzündungshemmende Wirkung. Zwei Tassen am Tag können sich schon positiv auf die Rheumabeschwerden auswirken.

Löwenzahn-Tee

Löwenzahn enthält Wirkstoffe, welche die Verdauung fördern und Magen, Darm und Galle gut tun. Deshalb kann schon eine Tasse Löwenzahn-Tee am Morgen und am Abend getrunken die Rheumabehandlung sehr gut unterstützen.

Beinwell-Salbe

Die Anwendung dieser Salbe ist besonders bei Gelenkschmerzen beliebt.

Heilerde

Heilerde enthält besonders viele Spurenelemente. Direkt auf die entzündeten Stellen aufgetragen kann sie entzündungshemmend wirken.

Berberitze

Die Berberitze ist durch ihre schmerzlindernde Wirkung bekannt. Es sollten aber nur Fertigprodukte aus der Apotheke angewendet werden, weil die Blätter und die Rinde giftig sind.

Klettenwurzel-Tee

Dieser Tee ist sehr beliebt, er verbessert die Rheuma Beschwerden und reinigt das Blut.

Weidenrinde, Brennnesselblätter, Weihrauch

Diese Heilkräuter zeichnen sich durch ihre entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Wirkung aus. Brennnessel und Weidenrinde gibt es als Tee, Weihrauch ist in Tablettenform einzunehmen.

Birkenblätter

Birkenblättertee wird für die unterstützende Therapie bei rheumatischen Schmerzen empfohlen. Der Tee enthält Flavonoide, die entzündungshemmend wirken.

Ernährungsumstellung

Bei Rheuma ist besonders darauf zu achten, den Körper nicht mit Stoffen zu belasten, die eine Entzündung auslösen könnten. Unproblematisch sind in der Regel ungespritztes Obst und Gemüse und ausreichend Flüssigkeit in Form von frischem Wasser. Zu vermeiden sind dagegen Fertigprodukte, übermäßig viel Fleisch und stark Industriezucker haltige Lebensmittel.

Was hilft noch gegen Rheumaschmerzen?

Es gibt viele Medikamente gegen Rheuma, aber schmerzhafte Schübe sind dennoch nicht auszuschließen. Die gute Nachricht ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, Schmerzen zu reduzieren oder sogar zu verhindern. Hier zeigen wir Ihnen 11 Techniken, um die Schmerzen bei rheumatoider Arthritis zu lindern.

1. Schützen Sie Ihre Gelenke

Das Wichtigste ist der Schutz Ihrer Gelenke, auch derjenigen, die derzeit beschwerdefrei sind. Sie sollten immer über Ihre Gelenke nachdenken, selbst wenn Sie kleine Aufgaben erledigen.

Statt beispielsweise einen schweren Topf anzuheben, schieben Sie ihn über die Theke.

2. Bewegung

Bewegung kann eine Schlüsselkomponente sein, um Gelenkschmerzen zu verhindern.

Gehen, Radfahren, Schwimmen und leichtes Training, welches dreimal pro Woche für 30 Minuten durchgeführt wird, können diese Vorteile bieten. Wenden Sie sich jedoch an Ihren Arzt, um sicherzustellen, dass sie für Sie sicher auszuführen sind.

Meiden Sie schwere Gewichte und fangen Sie vorsichtig an, bis Sie wissen, wie Sie sich beim Training fühlen. Sollten die Schmerzen danach über eine Stunde anhalten, so sollten Sie sich beim Training reduzieren.

3. Strecken Sie sich!

Sie sollten jeden Tag versuchen, alle Ihre Gelenke zu strecken, allerdings so, dass Sie keine Schmerzen haben. Ein Physiotherapeut oder ein anderer Arzt kann helfen, ein Stretching-Programm für Sie zu erstellen. Machen Sie eine Pause, wenn Sie Schmerzen haben und wechseln Sie Positionen in regelmäßigen Abständen, wenn Aufgaben wie Gartenarbeit oder Ähnliches anstehen.

4. Pausen

Genügend Ruhe ist wichtig.

Pausen können psychisch entspannen, Schmerzen in den Gelenken lindern und Müdigkeit reduzieren, welche oft mit der Krankheit verbunden ist.

Je nachdem wie viel Ruhe Sie brauchen, sollten Sie das auch einhalten. Weder zu viel, noch zu wenig.

5. Nehmen Sie ein warmes Bad oder eine Dusche

Insbesondere feuchte Hitze scheint gut zu wirken und Schmerzen bei Rheuma zu lindern. Versuchen Sie ein warmes Bad zu nehmen, zu duschen oder schmerzende Hände in warmes Wasser zu halten. Zusätzlich können feuchte Heizkissen, die in den meisten Apotheken erhältlich sind, jeweils 10 bis 15 Minuten lang angewendet werden, um eine vorübergehende Schmerzlinderung zu erzielen.

6. Versuchen Sie es mit heißem Wachs

Wenn Sie Schmerzen in den Gelenken der Hände oder Füße haben, kann ein heißes Wachsbad Entzündungen lindern. (Dies ist eine klassische Technik für Sportverletzungen.)

Diese können besser funktionieren als ein Heizkissen, da sich die Wärme wie beim Einweichen in einem warmen Wasserbad vollständig um die Finger oder Zehen zieht.

7. Kühle Anwendungen

Gefrorene Kältefolien können in Tücher eingeschlagen werden und direkt zum Kühlen von Schwellungen und Rötungen benutzt werden. Die Abkühlung bewirkt eine verringerte Ausschüttung von Entzündungsstoffen und sorgt für ein Abschwellen sowie für eine verbesserte Durchblutung.

8. Versuchen Sie es mit einem Gehstock

Viele Leute denken, ein Gehstock würde eine Behinderung bedeuten, aber wenn es hilft, Gelenkschmerzen zu reduzieren, dann lassen Sie sich nicht davon abhalten, Ihr Leben zu begünstigen. Stöcke sind leicht zu finden und zu verwenden und können bis zu 20 % des Körpergewichts von den Beinen, Hüften und Knöcheln abnehmen und so die Gelenke entlasten.

9. Abnehmen

Übergewicht kann Gelenke wie Knie, Rücken und Hüften übermäßig belasten.

Studien belegen, dass Fettgewebe Chemikalien produzieren kann, welche Entzündungen verstärken können, was Patienten mit rheumatoider Arthritis vermeiden sollten.

10. Verwenden Sie spezielle Werkzeuge

Bestimmte Gerätetypen können dazu beitragen, dass alltägliche Aufgaben weniger schmerzhaft sind. Spezielle Stifte, Messer, Dosenöffner, Reißverschlüsse und zusätzliche Produkte zum Schutz Ihrer Gelenke sind überall erhältlich.

Viele Werkzeuge sind so konzipiert, dass sie leichter zu bedienen sind: Küchenwerkzeuge mit großen Griffen, ergonomische Dosenöffner und große Schubladenauszüge.

11. Planen Sie Vorhaben sorgfältig

Es ist schwer zu sagen, wann Schmerzen auftreten können. Da Sie dies nur schwer oder gar nicht vorhersehen können, ist es wichtig, sich auf Probleme vorzubereiten und sie einzuplanen, bevor sie entstehen. So können Sie sicherstellen, dass Sie eine Aktivität beginnen, bei der es kein Problem ist, wenn Sie sie nicht beenden können.

Fazit

Welches Mittel besonders gut hilft, sollte jeder bei sich selbst individuell testen. Nicht jede rheumatische Erkrankung ist gleich, es gibt aber viele Heilkräuter und Anwendungen, die eine Linderung versprechen.

Bildnachweis: depositphotos.com