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Weichteilrheuma

Die Symptome bei Weichteilrheuma können in verschiedenen Körperteilen des Menschen auftreten

Was versteht man unter Weichteilrheuma?

Eine direkte Definition für diese Krankheit gibt es nicht. Meist werden hiermit rheumatische Erkrankungen beschrieben, bei denen nicht die Wirbelsäule, die Gelenken oder die Knochen betroffen sind, sondern sich an weichen Körperstrukturen äußern, unter anderem an den Muskeln, dem Bindegewebe, dem Unterhautfettgewebe oder den Sehnen.

Zum Teil wird mit der Bezeichnung "Weichteilrheuma" auch das Krankheitsbild der Fibromyalgie beschrieben. Von einem Fibromyalgie-Syndrom, einem chronischen Schmerzsyndrom bzw. generalisierten Weichteilrheuma spricht man, wenn der Patient fast am ganzen Körper unter Schmerzen an den Weichteilen leidet. Ein Lokalisieren des Weichteilrheumas ist hier nicht möglich.

Anders als beim Fibromyalgie-Syndrom ist beim regionalen Weichteilrheuma der Schmerz auf eine bestimmte Körperstelle beschränkt, so dass eine Lokalisierung möglich ist.

Zur Behandlung von Weichteilrheuma steht den Ärzten ein breites Spektrum an den Methoden zur Verfügung, mit denen sich die Symptome sowie die Krankheit in den Griff kriegen lassen.
Neben der Aufklärung des Patienten können folgende Behandlungsmethoden – je nach Krankheitsbild – zum Tragen kommen:

  • Erlernen neuer Bewegungsabläufe
  • Anfertigung von Schuheinlagen
  • Verbesserung des Arbeitsplatzes (ergonomisches Mobiliar)
  • Korrektur von Trainingsfehlern

Wichtig bei allen Behandlungsmethoden ist, dass der Betroffene weiterhin aktiv bleibt. Ein übertriebenes Schonverhalten, eine zu lange Ruhigstellung sowie eine passive Behandlung könnten sich negativ auf den Genesungsprozess auswirken.

Symptome: Wie äußert sich Weichteilrheuma?

Weichteilrheuma ist sehr vielfältig und schwer diagnostizierbar. Die Symptome bei Weichteilrheuma können in verschiedenen Körperteilen des Menschen auftreten. Sie treten oft am Rücken, an den Hüften und den Schultern auf. Auch Kiefer, Hände, Knie und Sprunggelenke können betroffen sein. Für die Diagnose von Weichteilrheuma sind Schmerzen an Muskel-, Sehnen- und Ansatzstellen, den sogenannten Tender Points (Schmerzdruckpunkten) und die Druckempfindlichkeit sehr wichtig.

Welche Spezifischen Therapien werden zur Behandlung von Weichteilrheuma angewandt?

  • Triggerpunkt-Therapie
    Mithilfe eines Befundes (u.a. durch Anamnese, Inspektion und Dehntests) können Triggerpunkte eingegrenzt und ihm Rahmen einer Behandlung effektiv reduziert werden. Während der Behandlung werden verhärtete Muskeln durch geschultes Personal (u.a. Physiotherapeuten, Ärzte, Ergotherapeuten, Masseure, etc.) unter Druck gesetzt und somit wieder gelockert.
  • Lokale Infiltrationen
    Bei dieser Behandlung werden flüssige Medikamente in die Haut bzw. tiefer liegende Bereich injiziert, um lokal am Schmerzpunkt bzw. das betroffene Gewebe eine Wirkung hervorzurufen.
  • Extrakorporale Stoßwellentherapie
    Hierbei handelt es sich um ein nicht-operatives Verfahren, bei dem außerhalb des Körpers Druckwellen erzeugt werden, die in den Körper eindringen und dort ihre Wirkung entfalten können.
    Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie haben Betroffene wenige Nebenwirkungen oder Komplikationen zu befürchten.
  • Eigenblutinjektion
    Hierbei wird aus denen Venen Blut entnommen und dem Betroffen entweder unverändert oder mit einem phytotherapeutischen bzw. homöopathischen Mittel versetzt injiziert.
    Ziel ist es, durch das Eigenblut einen Reiz zu setzen, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Welche Bereiche im Körper können vom Weichteilrheuma betroffen sein? Welche Ursachen und mögliche Behandlungen gibt es?

Becken

Bei Schmerzen an den Weichteilen um das Hüftgelenk herum spricht man von Periathropathia coxae.

Ursachen:
  • Mechanische Über- bzw. Fehlbelastung
  • Überdehnung der Weichteile
  • Ungünstige Statik des Körpers (z.B. verschieden lange Beine) -> dadurch Fehlstellung
Beschwerden:
  • Schmerzen bei Belastung und im Ruhezustand im Bereich des Oberschenkelknochens
  • Ausstrahlende Schmerzen in den Oberschenkel
  • Ein Liegen auf der Seite ist nicht möglich
  • Schmerzen an Oberschenkelmuskeln
Behandlungen:
  • Korrektur der Fehlstellung (Statik) bzw. Fehlbelastung
  • Lokale Kälte- und Wärmetherapie
  • Medikamente bzw. Lokale Infiltrationen
  • Ultraschall
  • Stoßwellentherapie
  • Bewegungstherapie
  • Massagen
  • Chirurgische Entfernung des Schleimbeutels

 

Hand und Ellenbogen

Mögliche Krankheitsbilder (Ursachen, Beschwerden, Behandlungsmethoden):

1. Tennisarm

Aufgrund von Überbeanspruchung der Unterarmmuskulatur (u.a. beim Sport oder Fehlhaltung) kann es zu einer akuten oder auch chronischen Erkrankung kommen (hier Tennisarm = Epicondylopathia humeri radialis; Golfellenbogen = Epicondylopathia humeri ulnaris).

Ursachen:
  • Fehlerhafte Spieltechnik bei Sportarten wie Tennis, Golf oder Badminton
  • Fehlerhafte Haltung bei Computerarbeit
  • Überbelastung
  • Fibromyalgie
Beschweren:
  • Schmerzen bei Belastung
  • Ruheschmerzen bei chronischer Erkrankungen
  • In den gesamten Arm ausstrahlender Schmerz
Behandlungen:
  • Medikamente bzw. lokale Infiltrationen
  • Handgelenkschiene
  • Triggerpunkt-Therapie
  • Ergonomische Maßnahmen am Arbeitsplatz
  • Operative Eingriffe (selten)

2. Schnellender Finger

Ursache für diese Erkrankung sind Verdickungen an den Beugesehnen der Finger, wodurch diese nicht mehr durch das entsprechende Ringband gleiten können. Somit kann es zum "Schnappen" beim Beugen bzw. beim Strecken in die normale Position kommen. Auch kann es sein, dass beim Strecken des Fingers nachgeholfen werden muss.

Ursachen:
  • Verdickung der Beugesehnen und Einengung des Ringbandes
  • Hohe Belastung (u.a. durch Sport)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Diabetes mellitus
Beschwerden:
  • Schmerzen sowie Geräuschbildung beim Beugen und Strecken des Fingers
Behandlungen:
  • Medikamente bzw. Lokale Infiltrationen
  • Operative Spaltung des Ringbandes

3. Tendovaginitis stenosans de Quervain

Hier handelt es sich um eine chronischer, schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung auf der Daumenseite des Handgelenks, welche nach einer Überbelastung bei dauernder, repetitiver Tätigkeit auftreten kann. Diese Sehnenscheidenentzündung lässt sich gut behandeln.

Ursachen:
Beschwerden:
  • Starke einschießende Schmerzen bei Greifbewegungen und Funktionsgriffen
  • Druckschmerzhafte Schwellung an der Daumenseite des Handgelenkes
  • In den Unterarm ausstrahlender Schmerz
Behandlung:
  • Lokale Kälteanwendung (Kryotherapie) kann helfen, die Schmerzen zu verringern (wenn akut)
  • Ruhigstellung von Daumen und Handgelenk (ein fester Tapeverband oder eine Schiene), um die Beschwerden zu mindern
  • Schmerz- und entzündungshemmender Medikamente
  • Lokale Kortisoninfiltration und/oder Ruhigstellung
  • Operativer Eingriff (selten)

 

Knie / Unterschenkel / Ferse

Aufgrund der vielen Funktionen des Knies (Scharnier, Hebel und Stoßdämpfer) gibt es auch eine Vielzahl für Knieprobleme, u.a. auch im weichteilrheumatischen Bereich.

1. Fersensporn

Der menschliche Organismus versucht kleine Weichteilrisse im Fußbereich durch Verkalkung zu heilen. Bei dieser Verkalkung von Weichteilen an der Fußsohle können sich dornenförmige Knochenauswüchse am Fersenbein bilden. Unter dieser Erkrankung leiden etwa 10 % der Bevölkerung.

Ursachen:
  • Knickfuß
  • Verkürzte Fuß- oder Sehnenmuskulatur
  • Schlechtes Schuhwerk
Symptome:
  • Belastungsschmerz an der Ferse
Behandlungen:
  • Gedämpftes Schuhwerk, ggf. ergänzt mit Einlagen
  • Lokale Kortisoninfiltration
  • Dehnung der Faszie sowie der Waden- und Fußmuskulatur

2. Jumper’s Knie

Ursache dieser Erkrankungen sind schnelle Richtungswechsel sowie abruptes Stoppen bzw. Bremsen, wie es bei Sprungsportarten, Bergläufern und Sprintern häufig vorkommt. Hier kann es zu einer Entzündung der Patellasehnen kommen, was die Beschwerden auslöst.

Ursachen:
  • Extreme sportliche Belastungen
  • X- und / oder O-Bein
  • Muskuläre Dysbalancen
Beschwerden:
  • Schmerzen unterhalb der Kniescheibe
Behandlungen:
  • Kräftigung und Dehnung der Beinmuskulatur
  • Orthopädische Einlagen zur Korrektur von Fehlstellungen (X- und O-Beinen)

3. Läuferknie

Ilio-tibiales Bandsyndrom (ITBS) oder Tractussyndrom (umgangssprachlich "Läuferknie") macht sich durch starke Schmerzen im Knie an der Außenseite des Knies bemerkbar. Besonders verbreitet ist dieses Schmerzsyndrom unter Läufern und Radfahrern, bei welchen eine dauerhafte Belastung des Bewegungsapparates üblich ist. Zusätzlich kann das Läuferknie durch Beinachsenabweichungen (O-Beine), eine Fußfehlstellung oder eine Schwäche der Beckenstabilisatoren begünstigt werden. Die dabei typischen stechenden Knieschmerzen entstehen vor allem dadurch, dass der Tractus iliotibialis – ein Faszienstreifen (eine sehnenartige Hülle auf Muskeln), der an der Außenseite des Oberschenkels zum Schienbein verläuft – an der Gelenksvorwölbung (= Epicondylus) des Oberschenkels reibt, ähnlich einem Seil an einer Felskante.

Ursachen:
  • unzureichendes Dehnen, Aufwärmen vor dem Laufen, zu schnelles Steigern des Trainings
  • Läufe auf einem unebenen, zu harten Untergrund
  • ungeeignetes Schuhwerk
  • Übermäßiges Einknicken des Fußes während der Laufbewegung
  • Verkürzung des iliotibialen Bandes
  • "sitzende" Laufhaltung
  • Beinachsenabweichungen (O-Beine)
  • Schwache Beckenstabilisatoren
  • unterschiedlich lange Beine
Symptome:
  • Schmerzen an der Außenkante des Knies
  • Sruckschmerzen an der Außenseite des Knies
  • Stechende Schmerzen anfangs nur beim Bergabgehen, später auch beim Laufen und Gehen
  • Schmerzen ab bestimmter zurückgelegter Distanz
Behandlung:
  • Massagen
  • Lokale Kälte- und Wärmetherapie
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Dehnungsübungen des Tractus
  • Kräftungsübungen der Beckenstabilisatoren
  • Verbesserung der Lauftechnik
  • Richtiges Schuhwerk
  • Korrektur der muskulären Dysbalancen
  • Bei varischen Beinachsen - orthopädische Einlagen oder Massschuhe
  • Operativer Eingriff (selten)

4. Probleme der Achillessehne

Die Achillessehne ist circa 20 cm lang, sie ist die stärkste und dickste Sehne des menschlichen Körpers. Die Achillessehne überträgt die Kraft von drei Wadenmuskeln (dem Schollenmuskel (Musculus soleus) und dem zweiköpfigen Zwillingsmuskel (M. gastrocnemius) auf den Fuß. Der Ansatz der Achillessehne am Fersenbein (Calcaneus) ist eine der am stärksten belasteten knöchernen Regionen des Körpers. Die Achillessehne ist besonders reißfest und ermöglicht auch extreme Belastungen.

Achillessehnenschmerzen sind eine der häufigsten Problemen der Läuferinnen und Läufer, verursacht durch schnelle Lastwechsel und ungleiche Belastungen. Die verbreitetsten Ursachen für Achillessehnenbeschwerden sind die ungeeigneten Laufschuhe.

Die Überbeanspruchung der Achillessehne kann eine Entzündung (Achillodynie) verursachen, was zu pochenden, dumpfen oder stechenden Schmerzen führen kann. Einreißen oder Durchreißen der Achillessehne passiert eher selten.

Ursachen:
  • Ungeeignete Laufschuhe
  • kurzfristige Trainingssteigerung bzw. allgemeines Übertraining
  • Überbelastung durch Sprungsportarten oder übertriebenes Bergauf- oder Bergablaufen
  • Abnutzung (Alter)
  • Übergewicht
  • Knickfuß
  • Einnahme von Antibiotika
Symptome:
  • belastungsabhängige Schmerzen im Fersenbereich und eventuell Verdickung der Achillessehne
  • eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
  • Anlaufschmerzen am Morgen, nach längeren Ruhephasen oder bei Trainingsbeginn
  • Riss der Achillessehne
Behandlung:
  • angepasste Schuhe - weiche Einlagen oder Fernsenkeilen (Fersenerhöhung)
  • Dehnung der Wadenmuskeln
  • exzentrische Training
  • Tiefengewebsmassage
  • Stoßwellentherapie
  • Schmerz- und entzündungshemmender Medikamente

5. Schienbeinkantensyndrom

Das Schienbeinkantensyndrom (auch "mediales Tibiakantensyndrom" oder umgangssprachlich "Shin splints" genannt) ist ein nicht allzu seltenes Problem besonders von Läufer, welches sich durch Schmerzen und diffuse Druckgefühle im Schienbein zeigt. Der häufigste Auslöser ist sportliche Überlastung: zu intensives Joggen, exzessive Belastung der Schienbein- und Fußmuskulatur. Die Schmerzen können Stunden oder sogar Tage nach der Belastung noch anhalten. Diese Form von Weichteilrheuma ist ein typisches Laufbelastungssyndrom.

Ursachen:
  • Knochenhautentzündung des Schienbeines
  • sportliche Überbelastung durch zu viel Training
  • falsches Auftreten und "hartes" Schuhwerk
  • Entzündungen oder Verletzung des Unterschenkelmuskels
Symptome:
  • Belastungsabhängige Schmerzen in den Schienbeinen
Behandlung:
  • Dehnung und Kräftigung der Muskulatur am Sprunggelenk, um die Füße zu stabilisieren
  • Richtiges Schuhwerk
  • Ein begleitendes Kraft- und Koordinationstraining

6. Vorderes Knieschmerzsyndrom

Unter diesen Begriffen werden vorderen Knieschmerzen zusammengeführt, deren auslösende Ursache nur schwer zu bestimmen ist. Die meisten Experten sehen die Hauptursache in einer Fehlstellung der Kniescheibe im femoropatellaren Gleitlager. Als weitere möglichen Auslöser werden extraartikuläre Weichteilerkrankungen, intraartikuläre Pathologien oder Fehlstellungen der Gelenkpartner genannt. Das vordere Knieschmerzsyndrom tritt häufig bei jüngeren und sportlich aktiven Menschen auf. Die Frauen sind insgesamt öfter betroffen als Männer. Die Therapie des vorderen Knieschmerzsyndroms (auch "Chondropathia patellae" oder "femoropatellare Schmerzsyndrom" genannt) richtet sich nach der Ursache der Beschwerde. Die Erfolgsaussichten der Behandlung dieser Form von Weichteilrheuma sind sehr hoch, oft führen sie zu einem vollständigen Rückgang der Beschwerden.

Ursachen:
  • Beinachsenabweichungen (X-Beine, O-Beine)
  • Muskuläre Dysbalancen
  • verkürzte Muskeln und Bänder an der Oberschenkelaussenseite
  • Hypermobilität
Symptome:
  • Knieschmerzen bei Belastung
  • Knack- und Knirschgeräusche im Knie
Behandlung:
  • Training der kniestabilisierenden Oberschenkelmuskulatur
  • Dehnung der Streck- und Beugemuskulatur

 

Schultern

So beweglich das Schultergelenk ist, so instabil ist es auch. Dies liegt an der mangelnden Passgenauigkeit der knöchernen Gelenkteile, bei den der kugelförmige Kopf des Oberarmknochens auf die viel kleinere und flach ausgebildete Gelenkpfanne des Schultergelenks trifft.

Mögliche Krankheitsbilder (Ursachen, Beschwerden, Behandlungsmethoden)

1. Frozen-Shoulder

Hierbei handelt es sich um eine mit Schmerzen verbundene Unbeweglichkeit des Schultergelenks. Diese entsteht durch eine Entzündung und Fibrosierung der Schultergelenkkapsel.

Ursachen:
  • Traumata
  • Herzinfarkt
  • Pancoast-Tumor
  • Diabetes mellitus
  • Schonung und Ruhigstellung der Schulter aufgrund vorhergehender Probleme
  • Hemiplegie (= Lähmung einer Körperseite)
  • Tetraplegie (= Lähmung aller vier Gliedmaßen)
Symptome:
  • Aktive und passive Einschränkung der Bewegungen
Behandlungen:
  • Medikamente bzw. Lokale Infiltrationen
  • Kapseldehnung unter lokaler Anästhesie
  • Physiotherapeutische Mobilisation

2. Impingement-Syndrom

Geschätzt 10 % der Bevölkerung leiden unter dieser Erkrankung. Sie entsteht dadurch, dass der Kopf des Schultergelenkes mangels Platz an das Schulterdach schlägt ("to impinge", englisch für zusammenstoßen). Die Sehne wird somit ihm Schulterdach eingeengt, was wiederum zu Schmerzen bei bestimmten Bewegungen des Armes führt.

Ursachen:
  • Anatomische Faktoren
  • Arthrose am AC-Gelenk
  • Große Sehnenverkalkung
  • Ungleichmässige Schultergürtelmuskulatur
Symptome:
  • Schmerzen, insbesondere beim seitlichen Heben des Armes
  • in Liegen auf der Schulter ist nicht mehr möglich
  • Ungleichmässige Schultergürtelmuskulatur
Behandlungen:
  • Physiotherapie / Massagen
  • Gezieltes Training hinsichtlich Ausweichbewegungen und Zentrierung des Oberarmknochenkopfes
  • Medikamente bzw. Lokale Infiltrationen
  • Medizinischer Eingriff / Operation

3. Rotatorenmanschettenläsion

Zur Zentrierung des Oberarmkopfes sowie zur Stabilisierung des Schultergelenks ist die sogenannte Rotatorenmanschette (eine Muskelgruppe bestehend aus vier Muskeln) notwendig. Eine Verletzung dieser Muskelgruppe kann Schmerzen oder auch eine Unbeweglichkeit der Schulter hervorrufen.

Ursachen:
  • Einklemmungen
  • Degeneration / Abnutzung
  • Traumata
  • Fehlbelastung
Symptome:
  • Schmerzen in der Schulter, die bis in den Oberarm ausstrahlen
  • Pseudolähmung
Behandlungsmethoden:
  • Physiotherapie / Massagen
  • Rekonstruktion der Rotatorenmanschette mittels Operation
  • Gezieltes Training hinsichtlich Ausweichbewegungen und Zentrierung des Oberarmknochenkopfes
  • Kortisoninfiltration

 

Fazit

Millionen Menschen weltweit leiden an Weichteilrheuma, es sich aber keine Alterskrankheit. Obwohl das Weichteilrheuma nicht lebensbedrohlich ist und nicht zur Invalidität führt, kann es den Betroffenen das Leben oft sehr erschweren. Es ist eine zu ernst nehmende Erkrankung, dessen Diagnose nicht unproblematisch ist. Wenn Sie unter den genannten Weichteilrheuma Symptomen leiden, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Mit einer professionellen Hilfe finden Sie eine optimale Therapiekombination heraus, welche Ihnen die bestmöglichste Lebensqualität erbringt.

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